Fast jeder Betrieb, der fertigt, hat ISO 9001, viele haben mehr. Das Zertifikat ist selten das Problem. Das Problem zeigt sich vor jedem Audit: die Hektik, das QM-Handbuch, das im Alltag niemand aufschlägt, der Ordner, der nur für den Auditor geöffnet wird. Das zertifizierte System existiert auf dem Papier, aber es steuert die tägliche Arbeit nicht. Die Frage ist nicht, ob Sie zertifiziert sind, sondern ob Ihr zertifiziertes System im Alltag arbeitet oder nur im Audit. Ich operationalisiere es. Ob Sie ein bestehendes System haben, das nur im Audit lebt, oder ein neues aufbauen, das von Anfang an im Betrieb arbeiten soll, statt zu Audit-Theater zu werden.
Erstgespräch vereinbarenWenn ein Audit Aufwand auslöst, der mit dem Audit endet, dann arbeitet das System nicht, es wird vorgeführt. Die Dokumente werden für den Auditor in Form gebracht und danach wieder sich selbst überlassen. Diese Hektik ist kein Organisationsproblem im Kleinen, sie ist das verlässlichste Zeichen, dass das zertifizierte System vom täglichen Betrieb entkoppelt ist.
Das Handbuch beschreibt einen Soll-Betrieb, der mit dem Ist-Betrieb nur lose zu tun hat. Die Mitarbeiter arbeiten nach dem, was sich bewährt hat, nicht nach dem, was im Handbuch steht, und beide wissen voneinander wenig. So entstehen zwei Wahrheiten, eine für den Alltag und eine für das Audit, und die Pflege der zweiten ist reine Zusatzlast.
Ein Finding, das wiederkehrt, ist kein Einzelmangel, es ist ein Symptom. Behoben wird die Erscheinung, damit der Auditor zufrieden ist, nicht die Ursache, die im entkoppelten System liegt. Solange die Ursache nicht angefasst wird, produziert dieselbe Stelle dasselbe Finding, Jahr für Jahr, und der Aufwand der Behebung fällt jedes Mal neu an.
Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit, Informationssicherheit, jede Norm bekommt ihr eigenes Handbuch, ihren eigenen Beauftragten, ihren eigenen Ordner. Dabei greifen sie alle auf denselben Betrieb zu, auf dieselben Prozesse, dieselben Entscheidungen. Werden sie nebeneinander statt an einem System geführt, vervielfacht sich der Pflegeaufwand, und keiner der Ordner beschreibt den Betrieb ganz.
Ein Audit prüft weitgehend, ob die Dokumente vorliegen und zur Norm passen. Ein Assessment prüft, ob der Prozess tatsächlich so arbeitet, wie er beschrieben ist, und ob das System unter realer Last trägt. Das eine lässt sich mit Vorbereitung überstehen, das andere nicht. Wenn Ihr System nur im Audit lebt, deckt ein Assessment genau das auf, und zwar an der Stelle, an der es teuer wird.
Die Frage ist nicht, welche Norm, sondern ob das System, das die Norm verlangt, im Betrieb arbeitet. Ob Sie ein bestehendes Zertifikat haben, das nur im Audit lebt, ob eine neue Zertifizierung oder ein Assessment ansteht, oder ob Findings sich häufen, der Hebel ist derselbe.
An einer Zertifizierung arbeiten mehrere, und jeder liefert seinen Teil. Der QM-Beauftragte pflegt das Handbuch. Der Auditor prüft die Konformität. Ein Zertifizierungsberater bereitet auf das Audit vor. Die Norm gibt die Anforderungen vor.
Was all das gemeinsam hat: Es sorgt dafür, dass das Zertifikat ausgestellt werden kann, nicht dafür, dass das System den täglichen Betrieb steuert. Das geforderte System koppelt erst, wenn es am Wertstrom verankert ist, an den Stellen, an denen tatsächlich gearbeitet und entschieden wird. Genau diese Kopplung herzustellen, ist meine Arbeit.
Bei der Daimler AG habe ich genau das getan, einen Entwicklungsprozess für das Innenlicht von einem vierseitigen PDF in ein operatives, im Betrieb verankertes Prozessmodell überführt, nach dem die Fachabteilungen tatsächlich gearbeitet haben. Dasselbe System trägt unter jeder Norm. Es ist egal, ob ISO 9001, ISO 13485 in der Medizintechnik, IATF in der Automobilzulieferung oder ein Assessment nach Automotive SPICE. Die Norm wechselt, das operative System darunter ist die Konstante. Es ist dasselbe Modell, das auch ERP-Einführung, Nachfolge und Wissenstransfer brauchen.
Dasselbe Modell unter den Vorhaben ERP-Einführung, Wissenstransfer, Unternehmensnachfolge und KI-Einführung.
Es gibt zwei Arten, ein System von außen zu prüfen, und sie sind grundverschieden. Ein Audit prüft Konformität, ob die Dokumente vorliegen und zur Norm passen. Das lässt sich mit Vorbereitung überstehen, auch wenn das System im Alltag nicht arbeitet. Ein Assessment prüft Fähigkeit, ob der Prozess tatsächlich so arbeitet, wie er beschrieben ist, ob das System unter realer Last trägt. Das lässt sich nicht überdecken.
Je weiter sich die Messlatte vom Audit zum Assessment bewegt, desto weniger kann ein System verbergen, das nur auf dem Papier existiert. Automotive SPICE und ein Safety Case nach ISO 26262 sind das obere Ende. Dort wird nicht gefragt, ob ein Dokument existiert, sondern ob der Betrieb es lebt.
Vorab prüfe ich Ihren Betrieb und suche eine Stelle, an der das zertifizierte System und die gelebte Arbeit wahrscheinlich auseinanderlaufen. Im Gespräch ziehen wir diese Stelle gemeinsam durch. Sie sehen konkret, wo das System nur auf dem Papier steht und wo der Hebel wäre, es arbeiten zu lassen.
Kein Verkaufsgespräch, kein Folgedruck. Entweder Sie nehmen die Einsicht mit, oder wir reden über den nächsten Schritt.
Jedes Werk folgt derselben Struktur: Aufgabenbeschreibung, Arbeitsergebnis, Abnahmekriterium. Sie wissen bei jeder Leistung, was Sie bekommen, woran Sie es erkennen, und wann es fertig ist. Werkvertrag, kein Stundensatz.
Die genannten Preise sind Richtwerte. Jedes Werk beginnt mit einer Auftragsklärung. Darin legen wir gemeinsam fest, was geliefert wird, woran Sie das Ergebnis erkennen und nach welchen Kriterien es abgenommen wird. Erst danach entsteht ein konkretes Angebot mit festem Umfang und Preis.
Was diese Arbeit nicht umfasst: ich stelle keine Zertifikate aus, führe keine Audits durch und bin keine Zertifizierungsstelle. Das leisten akkreditierte Zertifizierer und Auditoren. Auch die reine Pflege der QM-Dokumentation ist nicht mein Feld. Meine Arbeit ist das System darunter, das dafür sorgt, dass das Zertifikat im Alltag arbeitet und nicht nur im Audit.
Kein Verkaufsgespräch. Wir klären, ob das, was Sie beschäftigt, etwas ist, wobei ich konkret helfen kann. Und ob Ihr System im Alltag arbeitet oder nur im Audit.
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