Herkunft und Position

Ich habe an beiden Enden gearbeitet.

Michael Weinreich

Angefangen habe ich an der Werkbank, im Schichtbetrieb, an Geräten, die laufen mussten, egal was im Handbuch stand. Nach dem Studium kam die andere Seite, die Beleuchtungselektronik eines Automobilkonzerns, mit den Verfahren, die Qualität reproduzierbar machen, bis zu Sicherheitsnachweisen, die ich in die Serie geführt habe.

Dazwischen hatte ich ständig mit mittelständischen Lieferanten zu tun, die diese Verfahren nicht in der gleichen Form hatten und trotzdem die besseren Produkte bauten. Und im Konzern habe ich gesehen, wie derselbe Standard zum Versteck wird, sobald keiner mehr fragt, ob die Regel die Lage noch trifft.

Als Interim Manager war ich danach an vielen Problemherden, jedes Mal weniger an einem einzelnen Projekt als an der Organisation dahinter. Ich habe Konzerne gesehen und kleine Werkstätten, und dazwischen den gewachsenen Mittelständler, der längst eigene Prozesse hat, aber nicht die Ausstattung eines Konzerns, und der die Frage trägt, wie viel Verfahren ihm guttut, ohne seine Beweglichkeit zu verlieren.

Daraus weiß ich, dass Standard und Anpassung keine Gegner sind. Beide tragen, und beide können kippen, der Standard in die Regel als Selbstzweck, die Anpassung in den Betrieb, der an einem einzigen Kopf hängt. Die Frage ist nie, welche Seite recht hat, sondern was für diesen Betrieb in dieser Lage gerade trägt.

Genau hier setze ich an. Ich lege keinen fertigen Standard über Ihren Betrieb und überlasse ihn auch nicht der reinen Improvisation, sondern kläre mit Ihnen, was gerade trägt und wann es Zeit ist, auf die andere Seite zu wechseln.

Michael Weinreich · Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik · Geschäftsführer der AEM Weinreich GmbH, Köln

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