Eine Schlüsselstelle ist offen, jemand geht, eine Rolle wächst, oder eine Aufgabe gehört bisher niemandem. Sie schreiben eine Stelle aus und suchen die richtige Person. Die Frage, die darüber entscheidet, ob diese Person trägt, stellt selten jemand: Liegt die Aufgabe in der Struktur, oder hängt sie an der Person, die Sie suchen? Solange die Übergänge zu den Nachbarbereichen nur in einem Kopf zusammenlaufen, besetzen Sie keine Stelle, Sie suchen jemanden, der ausgleicht, was die Struktur nicht hält. Diese Seite zeigt, wie das Zusammenspiel um eine Stelle so gestaltet wird, dass die Person, die kommt, nicht in die Heldenrolle gerät.
Erstgespräch vereinbarenEine bewährte Kraft geht, und plötzlich merken Sie, wie viel über ihren Schreibtisch lief, das nirgends steht. Welcher Kunde wie behandelt wird, welcher Lieferant trotz Verspätung bleibt, wer bei einem Problem zuerst angerufen wird. Das war kein Teil der Stellenbeschreibung, das war die Person. Die neue Kraft erbt die Stelle, aber nicht das, was die alte daraus gemacht hat.
Wenn eine Stelle über die Jahre gewachsen ist, sammeln sich Aufgaben an, die ursprünglich nicht zusammengehörten. Die Anzeige wird länger und länger, weil eine Person all das auffangen soll, was sich an Übergängen angesammelt hat. Sie suchen kein Profil mehr, Sie suchen einen Ausnahmemenschen. Und wenn Sie ihn nicht finden, liegt es nicht an Ihnen, sondern daran, dass die Stelle zu viel auf einmal trägt.
Eine neue Stelle entsteht meist aus einem Druck, zu wenig Ressourcen, ein Thema, das zwischen den Bereichen liegt und immer liegen bleibt. Sie spüren die Lücke, aber die Aufgabe ist noch nicht geschnitten. Wenn Sie jetzt eine Person suchen, bevor klar ist, was sie tragen soll, definieren Sie die Stelle über die Person, die zufällig kommt. Dann hängt die Rolle von Anfang an an einem Menschen, nicht an der Struktur.
Eine starke Person auf einer ungeordneten Stelle löst das Problem nur, solange sie da ist. Sie gleicht die fehlende Struktur mit ihrer Leistung aus, und genau das macht die Lücke unsichtbar. Beim nächsten Wechsel ist alles wieder offen, weil nie in der Struktur lag, was die Person getragen hat. Je besser die Person war, desto später fällt auf, dass die Stelle selbst nie trug.
Der Personalberater findet Kandidaten, prüft Lebensläufe, führt Gespräche. Er setzt voraus, dass es eine klar umrissene Stelle gibt, in die der Mensch eintritt. Ob diese Stelle in ihrem Umfeld tatsächlich trägt, ob die Übergänge zu den Nachbarbereichen geordnet sind, prüft er nicht, das gehört nicht in sein Gewerk. Genau dort entsteht das Gefühl, dass die beste Auswahl das Grundproblem nicht löst.
Die Frage ist nicht, wann Sie besetzen, sondern was für eine Stelle Sie vor sich haben. Bei einer wiederbesetzten Stelle ist die Kopplung schon da, nur unsichtbar. Bei einer veränderten verschiebt sie sich. Bei einer neuen muss sie erst entstehen. Eine vierte Station ist bewusst die, an der Sie mich nicht brauchen.
Eine Stellenbesetzung bringt mehrere Beteiligte zusammen, und jeder davon ist nötig. Der Personalberater oder Headhunter findet Kandidaten und prüft ihre Eignung. Die Personalabteilung führt das Verfahren, von der Ausschreibung bis zum Vertrag. Eignungsdiagnostiker prüfen Kompetenzen und Persönlichkeit. Onboarding-Programme begleiten die ersten Wochen.
Was all diese Beteiligten gemeinsam haben: Sie setzen voraus, dass es eine klar umrissene Stelle gibt, in die der Mensch eintritt. Ob diese Stelle in ihrem Umfeld trägt, ob die Übergänge zu den Nachbarbereichen geordnet sind oder ob die Person sie mit ihrer Leistung ausgleichen muss, prüft keiner von ihnen, und keiner stellt es her. Es fällt durch jedes Raster, weil es in keines ihrer Gewerke gehört. Genau diese Stelle ist meine Arbeit.
Eine tragfähige Stelle heißt, dass die Aufgabe, die sie erfüllen soll, nicht an einer Person hängt, sondern im Zusammenspiel mit den Nachbarbereichen festgemacht ist, an den Übergängen, an denen sie wirkt. Dieses Zusammenspiel sichtbar und tragfähig zu machen, ist dieselbe Arbeit, die unter Wissenstransfer und Unternehmensnachfolge liegt. Das Vorhaben Eine Stelle besetzen ist der, bei dem sich die Kompensation noch vermeiden lässt, bevor der Mensch überhaupt da ist.
Dasselbe Modell unter den Vorhaben ERP-Einführung, Zertifizierung, Wissenstransfer, Unternehmensnachfolge und KI-Einführung.
In der Produktentwicklung ist die Regel etabliert: Ein Fehler kostet in der Konzeptphase eins, in der Entwicklung zehn, in der Produktion hundert, beim Kunden im Feld tausend. Der Grund ist nicht der Fehler selbst, sondern die Entscheidungen, die sich auf ihm aufgebaut haben. Bei einer Stelle wirkt dieselbe Mechanik, nur ist die Achse der Zeitpunkt, an dem Sie klären, was die Stelle tragen soll, vor oder nach der Besetzung.
Vorab sehe ich mir die offene Stelle und ihre Nachbarbereiche an und suche die Übergänge, an denen sie an einer Person hängen würde. Im Gespräch ziehen wir die Stelle gemeinsam durch. Sie sehen konkret, was die Stelle tragen soll, wo das Zusammenspiel noch nicht trägt und wo der Hebel wäre.
Kein Verkaufsgespräch, kein Folgedruck. Entweder Sie nehmen die Einsicht mit, oder wir reden über den nächsten Schritt.
Jedes Werk folgt derselben Struktur: Aufgabenbeschreibung, Arbeitsergebnis, Abnahmekriterium. Sie wissen bei jeder Leistung, was Sie bekommen, woran Sie es erkennen, und wann es fertig ist. Werkvertrag, kein Stundensatz.
Die genannten Preise sind Richtwerte. Jedes Werk beginnt mit einer Auftragsklärung. Darin legen wir gemeinsam fest, was geliefert wird, woran Sie das Ergebnis erkennen und nach welchen Kriterien es abgenommen wird. Erst danach entsteht ein konkretes Angebot mit festem Umfang und Preis.
Was diese Arbeit nicht umfasst: keine Kandidatensuche, keine Eignungsdiagnostik, keine Vertrags- oder Gehaltsverhandlung, kein Onboarding-Programm. Diese Gewerke leisten Personalberater, Recruiter und Ihre Personalabteilung. Meine Arbeit liegt auf der Schicht darunter, an der Frage, ob die Stelle trägt, bevor der Mensch sie betritt.
Kein Verkaufsgespräch. Wir klären, ob das, was Sie beschäftigt, etwas ist, wobei ich konkret mit Ihnen arbeiten kann. Und um welche Art von Stelle es geht.
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