Sie vergleichen Anbieter, planen das Lastenheft, sprechen mit Integratoren. Oder Sie sind schon mitten im Hypercare. Die Frage, die Ihr Projekt entscheidet, wird selten gestellt: Ist die Systemlogik Ihres Betriebs am Wertstrom tragfähig beschrieben, bevor das ERP sie festschreibt? In welcher Phase Sie auch stehen: Der Wertstrom trägt, oder er kompensiert. Diese Seite zeigt, was in jeder Phase noch machbar ist.
Erstgespräch vereinbarenDas Lastenheft listet Funktionen. Was darin fehlt: die Logik, nach der Ihr Betrieb wirklich entscheidet. Wer priorisiert bei knappem Material. Wer entscheidet, ob Teillieferung. Wer freigibt, wenn eine Prüfung auf der Kippe steht. Diese Logik steckt in Köpfen, nicht im Dokument. Sobald das ERP live ist, bildet es eine Logik ab, die niemand explizit gemacht hat.
Jede Vertagung ist eine stille Schuld. Sie wächst, bis sie im Go-Live fällig wird. Dort heißt sie dann Eskalation, Workaround oder Nachverhandlung. Der Integrator moderiert, die Uhr läuft, das Budget ist verbraucht. Strukturlücken, die vor der Einführung geschlossen gehört hätten, kosten jetzt das Zehnfache.
Ein ERP digitalisiert bestehende Logik. Wenn die Logik unklar war, digitalisiert es die Unklarheit. Die Excel-Listen daneben sind das verlässlichste Signal: Menschen kompensieren, was das System nicht abbildet. Jede Liste ist eine stille Anmeldung eines Strukturproblems, das niemand als solches behandelt.
Unter Go-Live-Druck entsteht ein Workaround, weil eine Strukturfrage nicht geklärt war. Nach dem Go-Live wird er nicht aufgelöst, weil alle weiter sind. Drei Jahre später ist der Workaround Teil der Architektur. Er wird bei Updates mitgeschleppt, er blockiert saubere Lösungen, und niemand erinnert sich, warum er so ist.
KI sammelt Funktionen. Was sie nicht tut: impliziten Prozessverantwortlichen die richtigen Fragen stellen, Kopplungen zwischen Abteilungen modellieren, Escape Points im Wertstrom finden. Escape Points sind keine Information, die irgendwo abgelegt ist. Sie sind Erkenntnisse, die im Gespräch entstehen, an der Stelle, an der eine Entscheidung fehlt, die niemandem aufgefallen ist.
Die Phasenbegriffe sind an etablierten Standards angelehnt, etwa SAP Activate mit Discover, Prepare, Explore, Realize, Deploy, Run. Darüber liegt eine Ebene, die kein Integrator adressiert: die Systemlogik Ihres Betriebs am Wertstrom. Was in jeder Phase als Artefakt entstehen kann, ist unten beschrieben.
Ein Lastenheft beschreibt, was das ERP können muss. Saubere Funktionslisten sind wichtig und unverzichtbar. Aber sie sind nicht hinreichend. Die Funktion ist der Inhalt. Darunter liegt eine andere Schicht: wie Funktionen zueinander stehen, in welchem Kontext sie wirken, aus welcher Perspektive sie gelesen werden. Diese Schicht ist die Systemlogik Ihres Betriebs am Wertstrom.
Die Arbeit, die diese Schicht tragfähig macht, nennt sich Wertstromsystemmodell. Das Modell ist nicht ein Dokument, das im Ordner liegt. Es ist das Anwendungsmodell, aus dem Ihre Ableitungen entstehen. Welches Artefakt daraus in Ihrer Situation sinnvoll ist, zeigt die Phasen-Sektion oben.
Eigene Unterseite in Vorbereitung, dort Verhältnis zu Wertstromanalyse, TOGAF, SAFe und Value Stream Management, Anwendung auf Zertifizierung, Produktentwicklung, KI-Einführung, Nachfolge.
In der Produktentwicklung ist die Regel etabliert: Ein Fehler, der in der Konzeptphase gefunden wird, kostet eins. In der Entwicklung zehn. In der Produktion hundert. Beim Kunden im Feld tausend. Der Grund ist nicht die Komplexität des Fehlers selbst, sondern die Folgeentscheidungen, die auf ihm aufgebaut haben, und die mitkorrigiert werden müssen.
Vorab prüfe ich Ihr Unternehmen und identifiziere einen Wertstromabschnitt, an dem strukturelle Kompensation wahrscheinlich ist. Im Gespräch ziehen wir diesen Abschnitt gemeinsam durch. Sie sehen konkret, wo Sie kompensieren, was das strukturell bedeutet, und wo der Hebel wäre.
Kein Verkaufsgespräch, kein Folgedruck. Entweder Sie nehmen die Einsicht mit und tun selbst etwas damit, oder wir reden über den nächsten Schritt.
Jedes Werk folgt derselben Struktur: Aufgabenbeschreibung, Arbeitsergebnis, Abnahmekriterium. Sie wissen bei jeder Leistung, was Sie bekommen, woran Sie es erkennen, und wann es fertig ist. Werkvertrag, kein Stundensatz.
Die genannten Preise sind Richtwerte. Jedes Werk beginnt mit einer Auftragsklärung. Darin legen wir gemeinsam fest, was geliefert wird, woran Sie das Ergebnis erkennen und nach welchen Kriterien es abgenommen wird. Erst danach entsteht ein konkretes Angebot mit festem Umfang und Preis.
Was diese Arbeit nicht umfasst: keine SAP-Beratung, kein Hypercare-Fixing, keine Integrator-Leistungen, keine Softwareeinführung selbst. Die Arbeit liegt auf der Schicht darunter, an der Systemlogik am Wertstrom. Wer einen der genannten Dienstleistungen braucht, ist bei spezialisierten Anbietern besser aufgehoben.
Kein Verkaufsgespräch. Wir klären, ob das, was Sie beschäftigt, etwas ist, wobei ich konkret helfen kann. Und in welcher Phase.
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